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www.agru.ro

www.cdep-asso.org

www.comece.eu

www.rkc.si/dkps

www.paxromana.org

www.uciim.it

www.ukp.wz.cz

www.vcl-oe.at

www.vkdl.de

 

 

Mitglieder

 

CdEP  Chrétiens dans l Enseignement Public (Frankreich)
(Christ/inn/en im öffentlichen Schulwesen)

Seit Oktober 2007 ist Paroisse Universitaire mit den Équipes Enseignantes in einer neuen Vereinigung verschmolzen, CdEP (Chrétiens dans l'Enseignement Public). Es ging darum, die in den zwei Vereinigungen vorhandenen Kräfte zu sammeln, um ihnen eine Zukunft zu geben. Wir sind inzwischen über die Phase der rechtlichen Umformung hinaus und treten in eine neue Phase der Reflexion und der Diskussion ein: Wie soll sich CdEP entwickeln, um eine Unterstützung für die christlichen Kolleg/inn/en im öffentlichen Schulwesen zu bleiben und seine Rolle in der Verkündigung des Evangeliums zu spielen?

Wir stellen fest, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sich außerhalb der Religionen perfekt organisiert, wo die Christ/inn/en immer mehr zu einer Minderheit werden und wo die Etikette  katholisch sogar oft ein Hindernis für die Evangelisierung ist. Und trotzdem haben wir auch das Gefühl, dass es in unserer Gesellschaft ein Warten auf die Botschaft des Evangeliums gibt. Was uns im Besonderen betrifft, ist Frankreich ein  laizistischer Staat, und Beamte wie wir müssen eine weltanschaulich neutrale Einstellung in der Ausübung ihres Berufes haben. Gleichzeitig sind die christlichen Lehrer/inn/en (oft Frauen) wertvoll für die Kirche und in vielfältiger kirchlicher Verantwortung engagiert. Es ist also sehr schwierig, von ihnen zusätzlich zu verlangen, eine besondere Lehrerbewegung zum Leben zu bringen. In diesem Umfeld müssen wir neue Formen der Existenz des CdEP erfinden.

Andererseits ist die Lage des öffentlichen Schulwesens in Frankreich heute immer schwieriger. Gewiss verpflichtet die Wirtschaftskrise dieser letzten Jahre zu budgetären Einsparungen, aber seit 2007 ist es politische Entscheidung, den Personalstand des öffentlichen Dienstes stark zu verringern, und als Folge wachsen die Klassenschülerzahlen ständig; die Entscheidung, die Konkurrenz zwischen den Schulen zu begünstigen, führt zu einer fortschreitenden Konzentration der besseren Schüler/innen in denselben Schulen, wobei die Schüler/innen mit Schwierigkeiten unter sich bleiben; schließlich hat die Regierung, um ein Jahr des Gehaltes der neuen Professor/inn/en einzusparen, beschlossen, ihre berufliche Ausbildung auf das Minimum zu reduzieren und sie ab der Einstellung Vollzeit arbeiten zu lassen.
Unnötig zu sagen, dass in diesem Umfeld zahlreiche Lehrer/innen ihren Glauben an ihren Beruf verlieren, und dass die Lehramtskandidat/inn/en immer weniger sind. Gewiss gibt es noch Bereiche, wo man unter guten Bedingungen unterrichtet, aber die Moral der Lehrer/innen ist weithin niedrig, und die Aufgabe der Unterstützung durch CdEP erscheint umso notwendiger. Wir müssen nur die Mittel finden, sie zu bieten.

Gegenüber der Kirche hat sich unsere Situation seit einigen Jahren geändert. Im Unterschied zu den zwei früheren Vereinigungen, die vor allem auf ihre Unabhängigkeit Wert legten, auch wenn sie vom Episkopat verlangten, ihnen geistliche Berater zu geben, haben wir derzeit eine friedlichere Beziehung zu den Bischöfen, die uns weithin Autonomie gewähren. Gleichzeitig haben wir in letzter Zeit in einer engeren Art und Weise mit bestimmten unter ihnen zusammenarbeiten können, besonders um uns in unserer Reflexion über unsere Zukunft zu helfen. Das hat uns Gelegenheit gegeben, festzustellen, inwieweit die Fragen, welche die Zukunft der Kirche und des CdEP stellt, gemeinsame sind: die Anliegen der Macht, der Verwaltung oder der Arbeitsweise zu verlassen, um der Verkündigung des Evangeliums Priorität zu geben. Schließlich sind wir den Équipes Enseignantes in CCFD-Terre solidaire nachgefolgt, wo wir  im Rahmen unserer Möglichkeiten  an der Arbeit der Kirche für die Entwicklung in den armen Ländern und an der Förderung des Bewusstseins für dieses Anliegen in unserem Land teilnehmen.

Und in diesem Zusammenhang erhält unsere Teilnahme am SIESC (EFCL) heute stärkere Bedeutung: die Probleme, denen wir in Frankreich begegnen, sind nicht grundsätzlich verschieden von denen, denen die christlichen Lehrer/innen anderswo in Europa begegnen; das Phänomen der Säkularisierung im Besonderen betrifft alle unsere Länder oder wird sie betreffen. Und die Antworten, die wir in unseren unterschiedlichen nationalen Situationen finden werden, sind für jede/n unter uns von höchstem Interesse. Deswegen wollen wir dafür arbeiten, dass der SIESC (EFCL) immer mehr ein Ort des Austausches zwischen uns allen wird.

Was wird CdEP in einigen Jahren sein? Es ist zu früh, das zu sagen, aber wir hoffen, dass unsere europäischen Kolleg/inn/en uns auf dem Weg der notwendigen Umgestaltungen begleiten werden, ebenso wie wir bereit sind, sie unsere Erfahrungen teilen zu lassen.

Gérard FISCHER (2011)

 

DKPS - DRU`TVO KATOLI`KIH PEDAGOGOV SLOVENIJE
(VEREIN KATHOLISCHER PÄDAGOGEN SLOWENIENS)

Gründung des Vereins: Am 19. Februar 1989 traf sich in Ljubljana eine Gruppe gläubiger Lehrer und Erzieher verschiedener Schulstufen und Fachrichtungen. Man beschloss, einander regelmäßig zu treffen, um fachliche Fragen zu erörtern und sich unter einander zu fördern. Die Zahl der Teilnehmer/innen wuchs von Jahr zu Jahr, und so entstand aus den Treffen ein Verein, der im Jahre 1994 registriert wurde und im Jahre 1992 Mitglied des SIESC wurde.
DKPS bietet seinen Mitgliedern, aber auch allen anderen Interessierten verschiedene Aktivitäten an.

Tätigkeiten und Angebote:

- Vorträge, Workshops und seit 1997 permanente fachliche Weiterbildung für Lehrer/innen und Erzieher/innen,

- Veranstaltungen, Exkursionen und Wanderungen,

- Einkehrtage, Exerzitien und persönliche geistliche Begleitung.

- In der Gruppe für zukünftige Lehrer/innen und Erzieher/innen bereiten sich junge Menschen (Studenten) auf ihren Beruf vor; sie können z. B. an schon Berufstätige Fragen stellen u.ä..

-  Der Mensch für andere ist ein Programm, nach dem vor allem junge Menschen freiwillige Arbeit leisten.

- Seit 1999 erscheint viermal jährlich die Zeitschrift VZGOJA (Erziehung) mit aktuellen Beiträgen aus dem Bereich Erziehung und Schule.

- Jedes Jahr findet am vierten Samstag im September das jetzt schon traditionelle Treffen der Lehrer, Erzieher und Katecheten in Ponivka statt. (Ponivka ist ein kleiner Ort in der Nähe von Celje, der Geburtsort des seligen Bischofs A. M. Slomaek, der der Patron der slowenischen Lehrer/innen, Erzieher/innen und Katechet/inn/en ist.) Hier gibt es alljährlich eine Veranstaltung, bei der verdienstvollen Lehrer/inne/n, Erzieher/inn/en und Katechet/inn/en Anerkennungen bzw. Ehrentitel verliehen werden.

Der Sitz des Vereins ist in Ljubljana (DKPS, Ulica Janza Pavla II., SI-1000 Ljubljana; http://dkps.rkc.si) und hat 10 Filialgruppen in größeren Orten Sloweniens.

Maja ANTIC  (2011)

 

KIK - Klub Inteligencji Katolickiej Warszawa
(Klub der katholischen Intellektuellen, Warschau)

1.         Unsere Präsenz in der Welt und in der Kirche

Der Klub der katholischen Intellektuellen von Warschau (KIK) existiert seit Oktober 1956. Er vereint die Menschen, die bewusst ihre Berufung als Laien in der katholischen Kirche leben wollen. Der Klub ist unabhängig vom Staat, aber auch von den kirchlichen Autoritäten. Er vertritt keine politische Richtung, aber er unternimmt die Reflexion über die Kultur politischen Verhaltens.
Die Aktivitäten von KIK sind inspiriert durch die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils: Unser Umfeld war stark engagiert, diese Ideen in Polen gut bekannt zu machen.
Unsere Aktivitäten gründen sich auf die Idee des sozialen und intellektuellen Katholizismus des katholischen Personalismus, im Sinn der Verpflichtung der Laien, die Verantwortung für die Kirche und die Welt übernehmen, und in ihrer ökumenischen Gesinnung. Die Tradition des Klubs verbindet zwei Werte fest mit einander: das Gemeinwohl und den Geist des Dialogs und der gegenseitigen Achtung.
Unser geistlicher Beistand ist der Rektor der Kirche St. Martin in der Altstadt von Warschau.

2.         Unsere Anliegen im Bereich der Schule und des Unterrichts

Unter mehreren speziellen Sektionen des Klubs ist die Lehrersektion diejenige, in der die Diskussion über didaktische und pädagogische Methoden ihren Platz findet. Hier wirken die Unterrichtenden und die Pädagogen. Die Erziehungsprobleme sind auch das Hauptthema der Arbeit der Familiensektion  der mitgliederstärksten unseres Klubs  , die sich mit den Kindern der Mitglieder des Klubs beschäftigt. Dort bildet und unterstützt man die freiwilligen Erzieher/innen, die ihre Programme zur Integration, zur Erziehung und zur religiösen Bildung umsetzen. Außerdem hat KIK die erste katholische Sozialschule in Polen gegründet  und bis zum Jahre 2008 geführt.

3.         Unsere Anliegen im Bereich der Kirche

Seit Beginn seines Bestehens hilft der Klub der katholischen und der griechisch-katholischen Kirche Osteuropas. Außerdem hilft er seit drei Jahrzehnten einer Mission in Indien. Wir unterhalten Verbindungen mit zahlreichen katholischen und christlichen Orgnisationen in anderen Ländern. Wir haben uns sehr stark in der Idee der Versöhnung mit unseren Älteren Brüdern im Glauben engagiert. Mittels direkter Aktionen und durch Festlegung seines Standpunktes ist unser Klub ein aktiver Teilnehmer am Leben der katholischen Kirche in Polen geworden  das Thema des Ökumenismus ist hier wesentlich.

4.         Unsere Anliegen in anderen Bereichen

Der KIK in Warschau - genauso wie die anderen Klubs in Polen  war zutiefst engagiert in der Verteidigung der Menschenrechte, in der Wiederherstellung der Demokratie und der Freiheit in Polen im Jahre 1989, schließlich im europäischen Integrationsprozess. Unabhängig von seiner politischen Rolle (die mit der Demokratisierung unseres Landes abgenommen hat) ist KIK seit seinen Anfängen ein sich erweiterndes Umfeld der Laienbildung. Das bestimmt die Präsenz zahlreicher seiner Mitglieder unter den Autoritäten gesellschaftlicher Organisationen, unter den Verantwortlichen zahlreicher katholischer Bewegungen oder sogar unter den hohen Staatsbeamten. Man darf hier daran erinnern, dass einer der Gründer des Klubs, Herr Tadeusz Mazowiecki, zum Zeitpunkt des Sturzes des Kommunismus in Polen Premierminister war. Auch Herr Jacek Michalowski, derzeit Kanzleramtsleiter des Präsidenten, war lange Jahre hindurch Mitglied der Führung des KIK von Warschau.

Seit 1971 ist der KIK von Warschau Teil der internationalen katholischen Bewegung PAX  ROMANA. Das erlaubte seinen Mitgliedern, mit katholischen Bewegungen und Organisationen im Westen während der Jahre der kommunistischen Herrschaft in Mittel- und Osteuropa in Kontakt zu sein.

5.         Unsere Anliegen für das innere Leben des Klubs

Wie viele andere gesellschaftliche Organisationen in den Ländern der freien Marktwirtschaft muss der Klub für die Finanzierung seiner Aktivitäten sorgen. Wegen der notwendigen Verlegung unseres Sitzes musste man ein Darlehen aufnehmen, das innerhalb einer Frist von 7 Jahren zurückgezahlt werden muss.

Der Klub ist immer auf der Suche nach neuen Lösungen, um mit seiner Sendung die neuen Generationen der jungen Leute zu erreichen.

Malgorzata WOJCIECHOWSKA (2011)

 

UCIIM - Italien

UCIIM ist eine katholische Berufsorganisation von Lehrern, Schulleitern, Schulinspektoren, Erziehern und Ausbildnern in der Schule, in der Lehrerbildung und der Weiterbildung, 1944 gegründet von Gesualdo Nosengo, aufgrund der Überzeugung, dass die Schule und die Demokratie den Angelpunkt der Entwicklung des Landes bilden.
Unsere Vereinigung

Ihre Statuten haben als Ziel die Förderung und Verwirklichung von Bildungsprogrammen und kulturellen und beruflichen Angeboten für die in der Schule und der Lehrerbildung Tätigen und die Gestaltung von Plänen für ständige Fortbildung der Bürger/innen.
UCIIM hat ihren Sitz in Rom; sie ist in allen Regionen Italiens verbreitet und entwickelt eine intensive Tätigkeit beruflicher Reflexion mit Hilfe von umfangreichen Bildungsprogrammen, Forschungen und Veröffentlichungen.
Die Vereinigung richtet ihre besondere Aufmerksamkeit auf Themen der Erziehung und vertieft Argumentationen von wichtigem gesellschaftlichem, ethischem und kulturellem Interesse, wie Bioethik, Freiwilligendienst, die Jugend und ihre Berufsausbildung, Interkultur.
Auf der Grundlage der derzeitigen Regelungen kann UCIIM auch Vereinbarungen mit schulischen Einrichtungen oder mit durch Netzwerke unter einander verbundenen Schulen anregen, um ihre Beratung und Supervision für Aktivitäten des Standortes selbst anzubieten; sie arbeitet auch mit anderen nationalen und europäischen beruflichen und kulturellen Vereinigungen, mit Forschungszentren und Universitäten zusammen.
Ihr nationaler Sitz ist mit einem Multimediasaal für etwa 100 Personen ausgestattet, einer Bibliothek, einem Zeitungssaal und kleinen Sälen für Arbeitsgruppen.
Mit Hilfe ihrer Strukturen und ihrer eigenen höchst kompetenten Mitglieder entfaltet UCIIM ihre Bildungstätigkeit in unterschiedlichen Bereichen und Einsatzformen, darunter im multimedialen Bereich:

UCIIM besitzt eine Website www.uciim.it und veröffentlicht regelmäßig die Zeitschrift für Bildung und Vertiefung  La scuola e l uomo und den Newsletter  Uciimnotizie .

Enza GRECUZZO (2011)

 

VCL - Vereinigung Christlicher Lehrer/innen an höheren und mittleren Schulen

Die VCL Österreich wurde 1920 gegründet, ist in fast allen Bundesländern Österreichs vertreten und hat sich vor wenigen Jahren folgendes Profil gegeben:

Der Mensch als Mittelpunkt der Pädagogik
" Wir stellen die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt unserer Arbeit als Lehrerinnen und Lehrer und sehen sie als Persönlichkeiten mit individuellen Anlagen, Begabungen und Fähigkeiten. Menschlichkeit, Leistungsorientierung und das Streben nach Chancengerechtigkeit be­stimmen unseren Zugang zu den Schülerinnen und Schülern.
" Wir fördern die ständige Qualitätsentwicklung an AHS und BMHS und ein Schulklima, das der gegenseitigen Unterstützung und Zusammenarbeit der Schulpartner dient.
" Wir bieten Veranstaltungen an, die allen offen stehen, und verstehen diese als Beiträge zur Ent­wicklung selbstbewusster, leistungsfähiger und im Bereich von Unterricht, Erziehung und Schul­organisation gut informierter Lehrerinnen und Lehrer.

Mitgestalten unserer Gesellschaft
" Wir reflektieren Grundsatzfragen von Erziehung, Bildung und Unterricht auf der Basis unserer Werteorientierung.
" Wir setzen Initiativen in Schul- und Bildungspolitik sowie in Fragen der Erziehung und des Unterrichts. Bewährtes wollen wir weiterentwickeln und für Veränderungen offen sein. Deshalb nehmen wir Einfluss auf Schulreformen, auf Änderungen der Schulgesetze und auf die laufende Verbesserung der Lehrpläne.
" Wir suchen selbstständig und von den politischen Parteien unabhängig die Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in allen Parteien und Interessenvertretungen.

Orientierung an christlichen Werten
" Wir orientieren uns an der christlichen Weltanschauung. Dabei legen wir besonderen Wert auf Ehrlichkeit, soziale Verantwortung, Offenheit und Toleranz.
" Wir fördern eine christlich orientierte Erziehung und fordern die Berücksichtigung der weltan­schaulich-ethischen Bildungsdimension im Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler.
" Wir stehen als selbstständige und von den kirchlichen Hierarchien unabhängige Vereinigung allen offen, die sich zu christlichen Werten bekennen.

Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer
" Wir vermitteln durch unsere Zeitschrift VCL-News und unsere Homepage (www.vcl-oe.at) Informationen aus erster Hand. Unsere Veranstaltungen und Enqueten ermöglichen den Gedankenaustausch und das Erleben von Gemeinschaft und Solidarität.
" Wir bieten Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer, um ihre persönliche und berufliche Weiter­entwicklung zu unterstützen.
" Wir fördern die Identifikation von Lehrerinnen und Lehrern mit ihrem Beruf und arbeiten gezielt für ein positives Lehrerimage in der Öffentlichkeit.

      Mit welchen Themen beschäftigt sich die VCL nun gerade aktuell?

Die Herausgabe einer viermal jährlich erscheinenden VCL-News, die vielfältigen Aktivitäten in den einzelnen Landesverbänden (Organisation von Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Vorträgen & ) und die Mitarbeit in den Bundesgremien der Standespolitik (ÖPU, siehe www.oepu.at) dienen dazu, den Fokus der öffentlichen Diskussion auf das zu richten, was engagierte Lehrer/innen, die ihre Schüler/innen bestmöglich fördern und fordern wollen, wirklich brauchen: Wertschätzung, Unterstützung und die notwendigen Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Arbeit!

Isabella ZINS (2011)

 

VkdL - Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V.

Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL) ist ein Berufsverband für katholische Pädagoginnen aller Bildungsbereiche. Als solcher befasst er sich in erster Linie mit bildungs- und schulpolitischen Fragen sowie mit familienpolitischen Themen. In Gesetzgebungsverfahren der Bundesländer und in politische Entscheidungen ist der VkdL eingebunden in Form von schriftlichen Stellungnahmen zu Vorlagen der Ministerien, durch persönliche Beteiligung an parlamentarischen Anhörungsverfahren und durch Meinungsäußerungen durch die Verbandsmedien wie  Katholische Bildung ,  VkdL-Info , Homepage und Pressemeldungen.
Aktuell setzen wir uns ein für den Erhalt und den Ausbau eines differenzierenden Schulsystems und wehren uns gegen jede Form der Gleichmacherei auch im schulischen Bereich. Wir treten ein für Übergänge in die nächste Schulform/Schulstufe in einem Alter, das sich aus der Entwicklung des Kindes und der Psychologie ergibt und sich als richtig erwiesen hat. Wir fordern eine Durchlässigkeit des Schulsystems, die es jedem Kind, das die erforderliche Leistung bringt, ermöglicht, die jeweils optimale Schulform zu besuchen und so auch die Schulkarriere zu korrigieren.
Wir setzen uns ein für einen konfessionellen Religionsunterrichts in allen Schulformen, der sowohl Schülerinnen und Schülern als auch deren Eltern Glaubenswissen vermittelt, das immer mehr verdunstet. Das ist in unseren Augen auch die Aufgabe der Kirche heute: die Neuevangelisierung, die sich orientiert an den Weisungen des Papstes.
Politische Entscheidungen, vor allem im Bereich der Familie, lassen befürchten, dass eine Minderheit von nichterziehungsfähigen Eltern als Alibi genutzt wird für staatliche Eingriffe in die Familie und in die persönliche Freiheit jedes Einzelnen. Wir fordern vielmehr eine Stärkung der persönlichen Verantwortung des Einzelnen.
Ein wesentliches Einsatzfeld für den VkdL ist der Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen. Wir lehnen jeden Eingriff des Menschen in menschliches Leben ab: die Tötung von  lebensunwerten Embryonen, die Tötung ungeborener Kinder und die Tötung alter, behinderter und kranker Menschen.
Mit solchen Haltungen, die auf der Grundlage unseres Glaubens beruhen, stehen unsere Mitglieder in den Kollegien ihrer Schulen oftmals allein. So muss unser Berufsverband mehr sein als eine Gewerkschaft. Er muss eine Gemeinschaft Gleichgesinnter sein und seinen Mitgliedern in der Ausübung des Lehrerberufs auf der Grundlage des persönlichen Glaubens Halt geben. Dazu zählen auch die Persönlichkeitsbildung durch unsere Zeitschrift  Katholische Bildung und zahlreiche Veranstaltungen, die Information durch unser  VkdL-Info . Um Kolleginnen auch in dienstlichen Belangen zu ihrem Recht verhelfen zu können, beschäftigen wir auch eine Juristin in unserer Geschäftsstelle.
Mit dieser klaren Haltung und Beurteilung von gesellschaftlichen Erscheinungen auf der Grundlage des katholischen Glaubens arbeitet der VkdL nunmehr seit über 125 Jahren.

Roswitha FISCHER (2011)

 

DIE ANLIEGEN DER MITGLIEDSORGANISATIONEN DES SIESC
Bericht von Yves Calais, November 2010

 0.1.     Grenzen des Berichts
Er hat als Ziel, den Zustand festzustellen und das Nachdenken der nationalen Vereinigungen und des Rates des SIESC ausgehend von Kennzeichen der Identität herauszufordern.
Er hat seine Grenzen im Leben des SIESC bei den internationalen Treffen, in der Zeitschrift SIESC-Aktuell, in den Mitteilungen und Diskussionen bei den Ratssitzungen. Er kann nicht all das berücksichtigen, was die Vereinigungen leben und selbst sagen, was sich in ihren Veröffentlichungen und ihren Versammlungen zeigt; und die Verweise auf Positionen der Vereinigungen sind nur als Illustrationen in diesem Versuch der Typologie gedacht.

0.2.      Der Rahmen, in dem die Präsenz in der Welt und in der Kirche umgesetzt wird und die Anliegen gelebt werden
Es handelt sich ganz verständlicherweise um unterschiedliche Formen der Präsenz in der Welt und in der Kirche, wenn auch das Leben und die Lebendigkeit der Lehrer/innen immer an erster Stelle steht. Sie werden durch das Ziel der Vereinigungen umschrieben und sie gestalten die Umsetzung ihrer Anliegen.
Man kann 4 Typen einer recht unterschiedlichen Präsenz in der Welt unterscheiden, immer gebunden an die Geschichte jedes Landes und an die dort gelebten Beziehungen zwischen Gesellschaft, Familie, Schule, Staat und Kirche.
-          Vereinigungen sind als solche engagiert im Betrieb der schulischen Institutionen. Die italienische UCIIM und die österreichische VCL haben ihre gewählten Vertreter/innen in offiziellen Organen und nehmen als solche an der öffentlichen Diskussion teil. Vor kurzem waren das für UCIIM die Laufbahn der Lehrer/innen, die Lehrpläne und der Platz des katholischen Unterrichts in der Schule. Für die VCL waren das die Versuche einer gemeinsamen Schule der 10-14-Jährigen, die Lehrerbildung und die teilzentrale Reifeprüfung. Das ist eine Position, die man in gewissen Ländern für die einer christlichen Gewerkschaft halten würde; aber sie schließt nicht weniger die Sorge um die kulturelle und spirituelle Anregung der Lehrer/innen an.
-          Vereinigungen nehmen, ohne als solche in offizielle Organe einzutreten, an den öffentlichen Diskussionen teil, indem sie ihre Meinung zu einer bestimmten Zahl von Punkten ausdrücken, die ihnen wichtig erscheinen. So hat sich der deutsche VkdL einer zu frühen Verschulung der Kinder in den Kindergärten entgegen gestellt, ein Element seiner Position zum Platz der Schule und der Familie in der Erziehung.
-          Vereinigungen erarbeiten Vorschläge, die dann von offiziellen Organen aufgegriffen werden können. Der Ethik-Code der slowenischen Vereinigung DKPS wurde teilweise durch das Ministerium übernommen.
-          Vereinigungen greifen nicht direkt oder nur ausnahmsweise in die öffentlichen Diskussionen selbst ein, schlagen aber eine persönliche Bildung vor oder unterstützen sie, in der jede/r die eigenen Positionen begründen kann, die er/sie dann im Rahmen anderer Vereinigungen oder Organisationen verwirklicht. Das war der Fall der Paroisse Universitaire in Frankreich; die neue Vereinigung Chrétiens dans l'Enseignement Public wird ohne Zweifel stärker eingreifen.
-          Was die Beziehung der Vereinigungen zu kirchlichen, im Besonderen bischöflichen Instanzen jedes Landes betrifft, gibt es die Unterschiedlichkeit, die Jahrhunderte der Geschichte mit sich gebracht haben. Im Rahmen der Gesamtkirche ist die Beziehung des SIESC als internationaler Organisation zu den römischen Instanzen und zu einer anerkannten Organisation wie Pax Romana und besonders Pax Romana Europa hergestellt.

So ist der Umfang ihrer Präsenz in der Welt und in der Kirche eines der Elemente der Identität jeder der Mitgliedsvereinigungen des SIESC, ein Spiegelbild eines jeden Landes. Die Zielrichtung, nach der die Präsenz in der Welt und die Präsenz in der Kirche gestaltet werden, ist ein anderes Element; ihre Unterschiedlichkeit wir hier nicht untersucht. Der SIESC ist ihr Platz, in Beziehung zu treten und zusammenzuarbeiten, ohne sich in Hinsicht auf ihre Unterschiedlichkeit einzumischen.

1.         Das interne Leben der Vereinigungen
Das erste Anliegen jeder ist es offensichtlich, ihre Ziele umzusetzen und deswegen zwischen ihren Mitgliedern die beste Qualität der Beziehungen zu sichern.
Gestützt auf die Reflexion, richtet sich die Aktivität der Vereinigungen hauptsächlich auf die Organisation von Konferenzen oder Abendveranstaltungen, Tagungen und Sitzungen, Veröffentlichungen mit ihren profanen und religiösen Bestandteilen. Dafür wird viel Energie im Dienst an den Mitgliedern aufgewendet, die davon profitieren können, und darüber hinaus für die Ausstrahlung der Vereinigung.
Beinahe überall, und mehr noch in Westeuropa, stellen sich die Probleme der Erneuerung der Mitglieder und der Verantwortlichen und der Gewinnung der neuen Generationen.
Das internationale Anliegen ist wenig vorhanden, abgesehen von internationalen Kommissionen, die einige Vereinigungen ins Leben gerufen haben.

2.         Die schulischen Anliegen
2.1       Die Reformen und Reformprojekte für Lehrpläne und Stundentafeln sowie Prüfungen werden sehr aufmerksam von den Vereinigungen verfolgt, die direkt in der Standespolitik engagiert sind. Diese greifen entsprechend ihren Zielen und ihren eigenen Vorgangsweisen ein, in Übereinstimmung mit den Entscheidungen, die in Anwendung ihrer Statuten getroffen worden sind.
2.2       Die Formen und die Veränderungen des Religionsunterrichts werden besonders in den Ländern verfolgt, wo dieser Unterricht in die gemeinsamen Lehrpläne als Pflicht- oder Freifach einbezogen ist, und mehr noch dort, wo seine Einbeziehung in den Fächerkanon in Frage gestellt wird.
Man kann beobachten, dass vor allem Interesse an den Strukturen besteht und weniger über den Inhalt dieses Unterrichts nachgefragt wird und über die Probleme der Katechese im eigentlichen Sinn (vgl. 3.4). 
2.3       Die Probleme der ethischen Bildung nehmen einen wichtigen Platz in einer Vereinigung wie der tschechischen Vereinigung UKPCR ein, die Wahl der Werte, die Methoden ihres Unterrichtens, ihre Begründung und ihr Einbau in die Gesellschaft, die als feststehend betrachtet wird.
2.4       Die Probleme der Verbindung zwischen der Schule und dem Gesamten der Gesellschaft werden durch eine Vereinigung wie die Paroisse Universitaire - Chrétiens dans l'Enseignement Publique betont. Die Achtung vor allen Überzeugungen im öffentlichen Schulwesen eines zugleich multireligiösen und säkularisierten multiethnischen Staates ist dort als wichtiges Element eines Zusammenlebens stark präsent; der Bürgersinn und die Erziehung zum Bürgersinn ergeben sich daraus in einem bestimmten Verständnis der Laïzität. In der italienischen UCIIM hat die Verbindung zwischen Schule und Gesellschaft eine andere Ausformung, wo der Katholizismus einen privilegierten Platz in der nationalen Kultur hat.

3.         Die kirchlichen Anliegen
3.1       Ganz allgemein erscheint das Anliegen  Kirche weniger stark als das Anliegen  Schule . Vielleicht scheint es selbstverständlich und nicht der Mühe wert, davon zu sprechen. Oder es nimmt häufiger keinen beträchtlichen Platz in der Skala der Verantwortungen der einen oder der anderen sein, weil für die Verantwortung für die Kirche im Wesentlichen der Klerus als zuständig betrachtet wird und sehr zweitrangig die Laien; das bringt ein bestimmtes Kirchenbild ins Spiel.
3.2       In den sehr direkt in der Standespolitik engagierten Vereinigungen äußert sich das Anliegen  Kirche vor allem in Form der Unterstützung der Positionen der Hierarchie zur Schule. Die anderen Vereinigungen bringen ihre Zustimmung, Vorbehalte oder oft andere Vorschläge zum Ausdruck.
3.3       In den Vereinigungen, die nicht oder sehr wenig in der Standespolitik engagiert sind, richtet sich das Anliegen  Kirche vor allem auf die globale Beziehung zwischen Kirche und Gesellschaft. Die Paroisse Universitaire hat in den SIESC die Sorge um die Botschaft des Evangeliums angesichts der Säkularisierung der Gesellschaft eingebracht (Treffen in Nantes), angesichts des Pluralismus der großen Religionen und der religiösen oder nicht religiösen Weltanschauungen (Treffen in Pau); diese Absicht wurde beim Treffen 2008 in Agrigent mit dem interreligiösen Dialog weithin geteilt.
Das Anliegen der Einheit der Kirche und des ökumenischen Dialogs ist sehr oft wenig spürbar; es zeigt sich nur ausnahmsweise, auch wenn Protestanten und Orthodoxe an den Sommertreffen teilnehmen.
3.4       Das Anliegen der Katechese der schulpflichtigen Jugendlichen ist in den Lehrervereinigungen nicht erstrangig. Es war im SIESC nur einmal stark, anlässlich einer von Pax Romana organisierten Arbeit. Und trotzdem finden sich die Lehrer/innen darin indirekt eingebunden aufgrund des Verständnisses der Welt, das sie durch den Unterricht weitergeben und das dazu beiträgt, den Geist der Schüler/innen zu formen.        
3.5       Die Sorge um die Kultur der christlichen Umwelt, um die gegenwärtige profane und die religiöse Kultur mit ihren wechselseitigen Auswirkungen, erscheint nur selten. Und doch ist sie der Nährboden, auf dem sich die christliche Mentalität und das christliche Gewissen entwickeln, ebenso die soziale Umwelt unserer Schüler/innen und von uns Lehrer/innen selbst.
3.6       Die Feier Gottes in der Liturgie und in der Kunst, die biblische Kultur haben in den Vereinigungen einen unterschiedlichen Stellenwert und ihr Einbeziehen zeigt sich im SIESC nur anlässlich der internationalen Treffen.

4.         Persönlicher Kommentar
Dieser Bericht, der zu vervollständigen, zu verfeinern und zu diskutieren ist, lässt auch zwei Eigenheiten erscheinen, die zum Teil Schwierigkeiten erklären können, neue Mitglieder unserer Vereinigungen zu gewinnen:
- eine Fixierung auf die Schule, die für die vorangegangenen Generationen während ihrer Berufstätigkeit der Hauptort des Engagements ihres ganzen Lebens gewesen ist, während die Schule für die jungen Generationen oft einfach ein Arbeitsplatz ist wie jeder andere.
- eine Beachtung der Gegenwartsprobleme im persönlichen Bereich, sozialer, kultureller oder religiöser Art, die das Ausmaß des Bruches zwischen den Generationen nicht immer erfasst. Das Engagement in der Realität von heute schließt keineswegs ihre Verwurzelung in einer Geschichte aus, welche die älteren Generationen kennen, weil sie sie erlebt haben, darin die handelnden Personen waren oder sich davon ernährt haben. Dort muss sich der Dialog der Generationen abspielen.
Diese Überlegung wird sich zweifellos in vielen Punkten mit der unserer Vereinigungen decken, wenn sie über ihre aktive Präsenz für Personen, für die Welt und für die Kirche von heute und ihr Zeugnis für Jesus Christus nachfragen.